Dankbarkeit

Übersetzt aus einem Artikel von Global Animal vom November 2010:

Der San Francisco Chronicle berichtete auf der Titelseite von einer Buckelwalkuh, die sich in einem richtigen Spinnennetz aus Angelleinen, Fischernetzen und Krabbenfallen verfangen hatte. Die hunderte Kilo schwere Last machte es ihr bereits schwer, regelmäßig an die Oberfläche zu kommen. Die Schnüre hatten sich hunderte von Metern lang um ihren Körper und die Flossen gewickelt; ein Plastikseil zog sich durch ihren Mundwinkel.

Ein Fischer sichtete den Wal in der Nähe der Golden Gate-Brücke östlich der Farallon Inseln und rief eine Umweltschutzgruppe um Hilfe. Innerhalb weniger Stunden war ein Rettungsteam da, das feststellte, dass es schon so schlimm um den Wal stand, dass nur ein Taucheinsatz helfen könnte. Stundenlang arbeiteten die Retter mit gebogenen Messern, mit denen sie vorsichtig das Labyrinth verstrickter Schnüre lösten und schließlich Erfolg hatten.

Die Taucher berichteten danach, dass die Walkuh Freudenkreise geschwommen sei, sowie sie sich wieder frei bewegen konnte. Und dann sei sie zu jedem Taucher geschwommen, um jedem ihrer Retter einzeln mit einem Stupser eine Art Dankeschön zu geben. Einige der Taucher sagten, das sei der schönste Moment ihres Lebens gewesen.

Der Taucher, der der Walkuh die Schnur durchtrennte, die durch ihr Maul verlaufen war, berichtete, ihre Augen hätten ihn dabei die ganze Zeit verfolgt. Und sein Leben sei seitdem anders geworden.

Was sagt eine Geschichte wie diese der eigenen Mythologie?

Der Hunger nach Märchen ist spürbar

Märchen sind unverzichtbar für Kinder. Geschichten über Prinzessinnen, böse Hexen, gefährliche Drachen und mutige Helden – fast jedes Kind wächst damit auf. Aber irgendwann verschwindet das Interesse an den fantastischen Welt der Märchenbücher. Die Erwachsenen sind zu sehr mit der Realität konfrontiert: Märchen sind Kindersache. Oder doch nicht?
Angelika Rischer erzählt seit zwölf Jahren „Märchen für Erwachsene“ im Bürgerhaus Barmbek. Sie ist sich sicher: Märchen sind auch und vor allem für Erwachsene bestimmt. „Kinder brauchen Märchen. Erwachsene aber auch. Sie entdecken in den Geschichten ihre eigenen Lebenserfahrungen wieder und können sie reflektieren“, erklärt die 66-jährige Barmbekerin. „Unser Leben spiegelt sich in den alten Zeiten wieder und das kann sehr hilfreich sein, wenn man erkennt: ‚es war schon immer so‘.“ Märchen geben auch heute noch gültige Antworten. Ihre Protagonisten sind Symbolgestalten, Bilder der menschlichen Seele.

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25 Meter: Kind stürzt in Schacht – Erzieherin springt hinterher

In einer dramatischen Rettungsaktion hat die Feuerwehr einen dreijährigen Jungen und eine Kindergärtnerin aus einem alten Bergwerksschacht im Weserbergland gerettet.

Das Kind war am Montag während eines Kindergartenausfluges in den Wald im Kreis Hameln-Pyrmont in den nur von morschen Baumstämmen bedeckten 25 Meter tiefen Schacht gestürzt.

Eine 37 Jahre alte Kindergärtnerin sprang hinterher, um den Jungen zu retten, berichtete ein Polizeisprecher. In dem Moment habe die Frau nicht sehen oder wissen können, wie tief der Schacht ist.

Bis zur Bergung mussten beide rund eineinhalb Stunden in brusthohem kaltem Wasser am Fuß des Schachtes ausharren. Wie durch ein Wunder wurden sie nur leicht verletzt.

via WELT online.

Warum ist die Frau gesprungen, und warum ist sie wirklich gesprungen?