Isolation

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Ein Schnappschuss aus der U-Bahn: der junge Mann hat sich doppelt von seiner Umgebung isoliert, indem er Musik hört und gleichzeitig im Netz unterwegs ist; gegen die Müdigkeit nimmt er einen Energydrink zu sich.

Vielleicht ist es die steigende Häufigkeit, in der ich diesem Bild begegne, aber meiner Meinung nach ist an dieser speziellen Mischung aus Isolation und (medialer) Stimulation etwas grundlegend nicht in Ordnung.

Symptom einer Zeit, die kein Zuhause mehr ist?

„The words of the prophets“

The words of the prophets
Are written on the subway walls
And tenement halls

Das Lied kenne ich seit der Schulzeit. Der Vater eines Klassenkameraden hatte mir (ich nehme an, das war so 7. Klasse) „Sounds of silence“ vorgespielt und mir einiges über die Bedeutung des Titels für die Flower power – Generation erzählt. Alles etwas linksliberal, und natürlich sehr konkret politisch-sozialkritisch: Kultur als Recht der Benachteiligten, die sich für ihre Poesie oder Kunst nun mal nicht Leinwand oder edle Paperblanks leisten könnten, deswegen Graffiti in Bahnhöfen. Oder so ähnlich. Ist auch alles ganz gut und richtig. Weiterlesen

Was heißt das für uns?

Wenn es nicht mehr nur ein paar Esoteriker behaupten, dass Glück kausal nichts mit materiellem Wohlstand zu tun hat, was heißt das dann für unsere Gesellschaft, die auf genau diesem Weg verbissen weitermarschiert?

Reichtum nimmt alle Sorgen? Von wegen: Eine Studie des US-amerikanischen Gallup-Instituts zeigt, dass die Menschen in Lateinamerika weltweit am glücklichsten sind. Auch das Schlusslicht aus Südostasien überrascht.

Was ist an unserer Mythologie falsch, und was sollten wir ändern?

Zum Bericht

Gibt es den Weihnachtsmann?

Auszug aus einem SPIEGEL-Interview mit Lana Del Rey:

Haben Sie als Kind auch an den Weihnachtsmann geglaubt?
Oh ja! Ich war fest von seiner Existenz überzeugt. Meine Mutter schrieb immer kleine Botschaften an uns, die angeblich vom Weihnachtsmann waren. So wie „Danke für die Kekse. Ich hoffe, dir gefallen meine Geschenke. Viele Grüße, W.“

Fühlten Sie sich betrogen, als Sie die Wahrheit erfuhren?
Ich war zwölf Jahre alt und schockiert und forderte meinen Vater auf, mir die Wahrheit zu sagen: „Dad, gibt es den Weihnachtsmann?“ Er schüttelte betreten den Kopf, und ich war fassungslos – „Was?“ Ich wollte dann wissen, wozu der ganze Zirkus mit den Märchen gut sein soll.

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